IOTA

IOTA gehört zu den größten Kryptowährungen der Welt, wenn es um die derzeitige Marktkapitalisierung geht. Dabei bietet das Unternehmen im Grunde eine Blockchain-basierte Lösung für das Management von vernetzten Endgeräten an. Hierbei greift das Unternehmen auf eine eigene Art und Entwicklung der Blockchain-Technologie zurück, um eine klare Differenzierung gegenüber anderen Projekte sicherzustellen.

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Die Technologie hinter IOTA

Wenn es nach IOTA geht, dann sieht sich das Unternehmen als das Rückgrat der kommenden, autonomen Maschinenwirtschaft. Die Besonderheit in der Technologie ist das Tangle-Ledger – dieser fungiert als direkter antizyklischer Graph. Zahlreiche Algorithmen aus der Markov-Chain-Monte-Carlo-Familie speisen das Ledger mit Daten. Durch die Nutzung der Algorithmen lassen sich Bindungsstellen auf dem Ledger zur Verifizierung der jeweiligen Transaktion auswählen.

Insbesondere im Vergleich zu Bitcoin oder Ethereum unterscheidet sich das Tanlge-Ledger maßgeblich. Hierbei agiert das komplette System ohne die namensgebenden Blöcke. Stattdessen bestätigen zwei übergeordnete Knoten im Netzwerk die Korrektheit einer Transaktion. Durch diesen Ansatz weist das System eine sehr gute Skalierbarkeit auf und verzichtet auf die rechenintensive Generierung von Blöcken. Mithilfe dieses Ansatzes lassen sich auch Mikrotransaktionen zwischen Rechnern realisieren, ohne das Gebühren entstehen. Zusätzlich ist der Konsens nicht vom System entkoppelt, sondern ein wesentlicher Bestandteil dieses Systems. Hierdurch ergibt sich ein dezentrales Netzwerk, welches sich selbst regulieren kann.

Eine weitere Besonderheit des Tangle-Ledgers sind die Subtangles – diese gewährleisten eine Offline-Funktionalität. Die Subtangles arbeiten in einer zuvor definierten Umgebung offline. Nach einer erneuten Verbindung mit dem Netzwerk werden diese speziellen Tangles aktualisiert. Insbesondere Unternehmen mit großen Warenlagern oder Lieferketten können durch diesen Ansatz profitieren.

Zahlreiche praktische Anwendungsmöglichkeiten

Grundsätzlich soll IOTA dazu beitragen, dass sich intelligente Geräte effektiver verwalten und nutzen lassen. Allerdings kann IOTA auch zahlreiche weitere Funktionalitäten unterstützen und optimieren. Hierzu gehören beispielsweise:

  • Masked Messaging (MAM): Die einzelnen Tangles im IOTA-Netzwerk können sich untereinander verschlüsselte Daten übermitteln. Somit haben die Nutzer die Möglichkeit, persönliche Daten zwischen den einzelnen Geräten zu verschicken. Die Verschlüsselung des Netzwerks trägt an dieser Stelle dazu bei, dass eine Manipulation der Daten nicht möglich ist. Jeder Nutzer kann zudem einzelne Nutzungsrechte im Netzwerk verteilen und somit den Zugriff auf die eigenen Daten regulieren.
  • eGovernance und Wahlen: Die sichere Übertragung der vorhandenen Daten spielt nicht nur im Internet der Dinge eine tragende Rolle, sondern stellt auch die Grundlage für eGovernance-Funktionen dar. Insbesondere Onlineabstimmungen und -wahlen ließen sich auf diese Weise einfach und effizient durchführen.
  • Mikrotransaktionen: Eine der potenziellen Einsatzfelder der Tangle-Architektur sind Mikro- und Nanotransaktionen. Durch den Entfall hoher Gebühren ergibt sich das Potenzial für komplett neue Anwendungsfälle und Geschäftsmodelle. Geschäftsmodelle, die im Voraus an den Transaktionskosten scheiterten, ließen sich mithilfe von IOTA realisieren.
  • Sichere Datentransfers: Eine der Kernfunktionen der IOTA-Blockchain ist die Datenübertragung über das grundlegende Tangle-Ledger. So haben Nutzer beispielsweise die Möglichkeit, authentifizierte Kanäle zwischen einzelnen Geräten zu erstellen. Die hierüber transferierten Daten sind manipulationssicher und vor externen Angriffen geschützt.
  • Grundlage für weitere Dienstleistungsangebote: Schlussendlich eignet sich IOTA für nahezu jedes Geschäftsmodell, sodass stets der Aufbau eines neuen Services möglich ist. Hierbei existiert jedoch eine technische Limitierung, denn die Geräte benötigen einen Chip, der die Konnektivität mit dem IOTA-Netzwerk sicherstellt. Der Einsatz dieser Technologie ermöglicht beispielsweise die Echtzeitvermietung ungenutzter Ressourcen oder ganzer Geräte.

Die Kursentwicklung von IOTA

Erstmals in Erscheinung trat die Kryptowährung IOTA im Jahr 2016, wobei ihr Kurs im Sommer 2017 noch relativ stabil um die 0,30 Euro schwankte. Ab Ende November und im Dezember 2017 erklommen die Kurse im Zuge des damligen Krypto-Booms immer neue Höchststände, wobei der absolute Spitzenwert am 19. Dezember 2017 mit 4,43 Euro erreicht wurde.

Mit den allgemeinen Kurseinbrüchen bei Kryptowährungen, die Anfang 2018 kennzeichneten, verlor auch IOTA massiv an Wert. Bis zum April 2018 ging es auf knapp 0,80 Euro zurück, danach konnte sich der Kurs im Mai 2018 wieder bis auf etwas über 2 Euro erholen. Darauf folgend ging es mit dem IOTA Kurs aber wieder weiter stark bergab, bis er über mehrere Monate um die 0,25 Euro pendelte und im Dezember 2018 sogar deutlich unter 0,20 Euro fiel.

Im ersten Halbjahr 2019 konnte sich IOTA zwar wieder ein wenig erholen und bis in die vorletzte Maiwoche auf rund 0,37 Euro klettern. Im Vergleich zu anderen großen Kryptowährungen hinkt der Kursverlauf der Erholung aber noch hinterher.

Chancen und Risiken

Langfristig stellt das Internet der Dinge, im Englischen auch Internet of Things, einen Megatrend dar. Intelligente und vernetzte Gegenstände wie Autos, Haushaltsgeräte oder Waffen halten zwangsläufig Einzug in unser Leben. Insbesondere der Markt für solche Geräte verzeichnet ein kontinuierliches Wachstum. Für die Verwaltung dieser Geräte werden smarte Lösungen benötigt – an dieser Stelle setzt IOTA an.

Im Grunde soll IOTA lediglich das Internet der Dinge optimieren und bei der Verwaltung unterstützen. Allerdings könne das volle Potenzial dieser Blockchain durchaus weiter reichen. Vor allem die Skalierbarkeit, Dezentralisierung und Vielseitigkeit der ganz eigenen Art der Blockchain stellt eine Besonderheit dar. Auch die entfallenden Transaktionsgebühren differenzieren IOTA von anderen Kryptowährungen am Markt.

Langfristig besitzt IOTA ein weitreichendes Potenzial. Insbesondere die Liste der kooperierenden Unternehmen verdeutlicht das Vertrauen der zahlreichen Branchengrößen wie Bosch, Samsung oder Cisco. Auch in Zukunft werden weitere Unternehmen eine enge Partnerschaft mit IOTA anstreben und sich am Datenmarktplatz beteiligen. Ein prominentes Beispiel für das Vertrauen in IOTA ist der deutsche Industriekonzern Bosch. Dieser investierte einen hohen Millionenbetrag in das Startup und möchte die Technologie nutzen sowie von der Entwicklung der Währung profitieren.

Kritik gibt es hingegen vor allem daran, dass es sich bei IOTA um ein zentralisiertes und nicht um ein dezentralisiertes System handelt. Darüber hinaus sind im Laufe der bisherigen Entwicklung (wie bei wohl jeder neuen Technologie) auch bereits Schwachstellen wie bspw. in der Schlüsselerzeugung aufgetaucht, die von den Entwicklern aber behoben werden konnten.

Risiken für Investoren in die Kryptowährung bestehen daher vor allem im nach wie vor sehr volantilen Umfeld aller digitalen Währungen. Die Kursbewegungen der vergangenen Jahre haben teilweise extrem starke Anstiege ebenso wie extreme Verluste in Tagen oder Wochen gezeigt.